Wing Tsun optimieren mit Kraftausdauertraining

Wing Tsun Kraftausdauertraining

In der Wing Tsun Kampfkunst kommt es weniger auf Muskelmasse an, als Kampfkünstler sollte man die Kraftausdauer trainieren. Durch Kraft-Ausdauertraining wird der Muskel sanft aufgebaut, bei gleichzeitiger Erhöhung der Ermüdungswiederstandsfähigkeit gegen dauernde und sich wiederholende Belastung. Im klassischen Wing Tsun sind diese wiederholenden Belastungen bei Lat Sao oder Chi Sao Übungen zu finden.
Auch im Ernstfall kann es von Vorteil sein, eine höhere Kraftausdauer zu haben. Sollte der Gegner sehr stark sein, kann es hilfreich sein weniger Kraft über eine längere Zeit zu haben. Wenn dem Gegner die Kraft ausgeht, wird man schnell überlegen sein und kann dank der erlernten Techniken sich effektiv verteidigen.
Die Arme und der Rücken müssen über eine längere Zeit viel leisten. Schlagaufnahme mit Gegendruck, Tan Sao, Bong Sao und Chum Sao mit Schlagtechniken wie zum Beispiel die Kettenfauststöße. Auch im Lat Sao, dem Pak Punch Spiel müssen die Arme, der Rücken und auch die Brustmuskulatur über eine lange Zeit arbeiten.
Natürlich ist auch der Stand nicht zu vernachlässigen, gerade beim Lat Sao oder auch beim Chi Sao in der Kampfstellung, ermüden die Beine, besonders das hintere Standbein recht schnell. Um mit den Armen überlegen zu sein, muss der Stand stabil sein. Verlagert man das Gewicht nach vorne, wird man schnell anfällig für Tritte.
Auch für Tritte und eine Trittabwehr ist die Kraftausdauer wichtig, in der Kampfkunst wird der gesamte Körper benötigt. Aus diesem Grund sollten auch alle Muskeln trainiert werden.
Zuletzt muss natürlich auch die Core-Muskulatur trainiert werden. Zu den Core Muskeln gehören die Bauchmuskeln, die unteren Rückenmuskel, die Beckenbodenmuskulatur, die Lendenwirbelmuskeln und die Wirbelsäulenmuskulatur. Viele trainieren ihre Bauchmuskulatur bis zum umfallen, aber gerade in der Kampfkunst sind Isolationsübungen nicht optimal. Um die komplette Core-Muskulatur effizient zu trainieren, sind komplexere Übungen notwendig. Erst die Kombination verschiedener Übungen macht ein ganzheitliches Training möglich.
Gerade die Core Muskulatur ist im Wing Tsun besonders wichtig, aus der Mitte kommt die Power (Chi). Wer die Techniken dynamisch ausführt, weiß das eine starke Körpermitte sehr wichtig ist. Um diese Power zu erhöhen, muss ein Core Training absolviert werden. Schon bei einer stabilen aber trotzdem flexiblen Wendung ist es unheimlich wichtig die gesamte Core Muskulatur zu benutzen. Je besser dieser Bereich trainiert ist, desto effektiver wird das Wing Tsun.
Es gibt verschiedene Trainingsarten um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Für den Anfang reichen Übungen mit dem eigenen Körper und ohne Geräte. Später kann man verschiedene Trainingsgeräte benutzen um seine Leistung zu steigern.
Bei dem Kraftausdauer-Training wird mit leichten Gewichten oder mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. Die Wiederholungszahl einzelner Übungen liegt bei zirka 15 bis 20 Wiederholungen, bei bis zu 5 Sätzen.
Um das Trainingsgewicht zu ermitteln, muss man sein Maximalgewicht kennen. Das Maximalgewicht ist so hoch gewählt, dass 10 sauber ausgeführte Wiederholungen durchgeführt werden kann. Diese Gewicht stellt 80% der Maximalkraft dar. Beim Training mit Gewichten sollte das Trainingsgewicht mindestens 30% der Maximalkraft sein.
Am Anfang sollten allerdings Gewichte eher selten zum Kraftausdauertraining genutzt werden.